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- Ist es noch ein Vorteil ein Jude zu sein?
Gelesen bei Spiegel.de am 17.12.07
LEBEN IN ISRAEL - Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner schaut hin Von Henryk M. Broder
Wird das Haus noch stehen, wenn ich zurück komme? Wird die Schule der Kinder heute explodieren? Wird es nachts wieder Sirenengeheul geben? Könnten Sie so leben? Seit Jahren ertragen die Menschen im israelischen Sderot diesen Terror - ohne Hoffnung auf Besserung.
Stellen Sie sich vor, Sie leben in einer Kleinstadt, sagen wir in Nordhorn, stehen jeden morgen auf, bringen Ihre Kinder zur Schule, fahren zur Arbeit - und wissen nicht, ob das Haus, in dem Sie leben, am Abend noch bewohnbar ist. Oder ob die Schule, in der Sie Ihre Kinder abgesetzt haben, im Laufe des Tages von einer Rakete getroffen wurde. Sie überlegen sich zweimal, bevor Sie auf den Markt oder in ein Café gehen; aber auch Daheim sind Sie nicht sicher, es sei denn, Sie leben in einem fensterlosen Bunker. Nachts werden Sie vom schrillen Ton der Alarmsirenen wach, dann haben Sie ein paar Sekunden Zeit, einen "geschützten Raum" auf der anderen Straßenseite aufzusuchen. Sie leiden ständig unter Schlafstörungen, ihre Kinder können sich im Unterricht nicht konzentrieren. So geht das schon seit Jahren, tagaus, tagein - weil irgendwelche Irren im holländischen Hengelo Raketen auf Nordhorn abfeuern. Die Situation besteht seit sechs Jahren Auch die Behörden in Hengelo können oder wollen nichts unternehmen, die Raketen werden von mobilen Rampen abgefeuert, die leicht aufzubauen und schwer zu lokalisieren sind. Oft stehen sie mitten in Wohngebieten. So was gibt es nicht, werden Sie sagen, so was Absurdes kann es nicht geben. Jedenfalls nicht zwischen Nordhorn und Hengelo. Stimmt. Aber es ist genau die Situation, in der die Bürger von Sderot seit sechs Jahren leben.
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- Kommentar: Noch Absurder wird es wenn man die Politik der israelischen Regierung analysiert. Israels letzter Regierungschef Ariel Scharon war schon für das Land ein Problem. Im Herbst 2002 hat Scharon seine Stellvertreterin Naomi Blumenthal entlassen, weil die Likud-Abgeordnete unter Berufung auf ihre parlamentarische Immunität Aussagen über Bestechungsvorwürfe verweigert hatte. In eigener Sache schweigt der ehemalige Premierminister aus natürlichen Gründen für immer, seine beiden Söhne Gilad und Omri tun es ihm gleich obwohl sie noch leben. Ariel Scharon und sein Filius Omri, der als Likud-Abgeordneter im Parlament sitzt oder saß, berufen sich dabei ebenfalls auf ihre parlamentarische Immunität. Die in drei Affären verwickelte Familie und die gegen sie erhobenen Bestechungs- und Korruptionsvorwürfe empörten die israelische Öffentlichkeit. Die israelischen Medien schrieben damals von einem "Scharongate". Vielleicht war es ein Vorteil, das dem total übergewichtigen Scharon nach einem wahrscheinlich zu opulenten Mahl der „Schlag“ getroffen hat! Die jetzige Regierungsspitze profiliert sich auch dramatisch: Die israelische Polizei hat nach einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung Ermittlungen gegen Premierminister Ehud Olmert wegen des Verdachts der Bestechlichkeit aufgenommen. Olmert wird verdächtigt, im Jahr 2005 im Zusammenhang mit der Privatisierung einer Bank Bestechungsgelder entgegengenommen zu haben, teilte das israelische Justizministerium in Jerusalem mit. Der israelische Präsident Mosche Katzav soll wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung von Frauen sowie Korruption im Amt vor Gericht gestellt werden. Dies teilte das israelische Justizministerium mit und die öffentliche Mordankündigung des israelischen Ministers für 'Innere Sicherheit' Avi Dichter am 21.5.2007 wurde von deutschen Medien kritiklos verbreitet Es geht dabei um den im syrischen Exil lebenden politischen Chef der Hamas, Chalid Maschaal
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- Ulrich Leitholdt vom ARD-Hörfunkstudio Amman bezeichnet freundlicherweise den Angriffskrieg den Israel im Sommer 2006 gegen den Libanon geführt hat und bei dem die Infrastruktur des Libanon hochgradig zerstört worden ist, als "von der Hisbollah geführten Krieg gegen Israel. (Na, da ist doch die Karriereleiter bestimmt nach allen Seiten weit offen, oder? )
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- Deutsche Bischöfe sprachen in Israel von Berliner Mauer und Warschauer Ghetto
AF, 8.3.2007 -- 27 deutsche Bischöfe hatten eine einwöchige Reise durch Palästina unternommen. Am Samstag, 3.3.2007, dem letzten Tag ihrer Reise besichtigen sie die Mauer, die Bethlehem umschließt: "Zehn Meter hohe Betonplatten [...] Wachtürme, Grenzanlagen. 'Ich kann da gar nicht hinschauen', sagt Kardinal Joachim Meisner. Er steht mit dem Rücken zur Grenzmauer [...]. 'Ich dachte nicht, dass ich in meinem Leben noch mal so eine Mauer sehe', sagt der Kölner Kardinal. Letzte Nacht habe er Albträume gehabt. Für diese Äußerung mussten Sie Abbitte leisten und sich offiziell entschuldigen. Soweit zur Meinungsfreiheit!
Man kann da richtig spüren, da wird wirklich alles getan, um den Terror für die Kleinstadt Sderot und natürlich auch für ganz Israel weiterhin am Leben zu erhalten.Die kaltblütige Ignoranz und das unmenschliches Denken, das die Juden so gerne den anderen ständig vorwerfen üben sie längst selbst perfekt aus. So gesehen kann man nur warten, bis sich das Unheil in dieser Region so stark konzentriert hat, das es sich die Aggression in einem gewaltigen Sturm entlädt. Ich denke dieser Hurrikan lässt nicht mehr lange auf sich warten. Es ist sicher kein Vorteil noch ein Jude zu sein. Wenn ich ein Jude wäre, würde ich mir vorsorglich den Rucksack zum Wandern schnüren. Natürlich hat der ganz normale Jude an diesem idiotischen Spiel einiger Ausgeflippter genauso wenig Interesse oder gar Schuld wie einst der normale Deutsche im letzten Weltkrieg. Ich denke, alles was von Juden in dieser Araber Region übrig bleiben wird ist, Staub und viel Sand..... Dem Autor der obigen wehleidigen Zeilen, Henryk M. Broder empfehle ich zum Wachhalten der nostalgischen Gefühle eine kleine Plastiksirene statt Wecker. Zu welcher Zeit er sich aus dem Bett, zur Erinnerung an den einstigen Judenstaat blasen muss, steht noch nicht fest, aber ich fürchte, schon bald wird er es wissen.
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